Info für Schuleltern

Elterninformation zur Tiergestützten Pädagogik

 

Nachdem ich in den letzten Schuljahren das Projekt Hund im Klassenzimmer in verschiedenen Klassen durchgeführt habe und dieses den erwarteten Erfolg übertraf, möchte ich auch den anderen Klassen, in denen ich unterrichte, eine solche Unterrichtsform ermöglichen. Für die Eltern, welche mit dem Projekt noch nicht vertraut sind, ist folgendes zu sagen: Ich werde meine Landseer-Hündin mit in die Religionsstunden nehmen. Nandi ist 1 Jahr alt und in Ausbildung. Sie wird regelmäßig tierärztlich untersucht, ist entwurmt und geimpft. Mit dem lebendigen Tier Nandi möchte ich  den Kindern den achtsamen Umgang mit der uns anvertrauten Schöpfung auf natürliche Weise nahebringen. Die Kinder üben hier Verhaltensweisen ein, die sie ihr ganzes Leben brauchen werden, wie z.B. Rücksichtsnahme, Emotionalität, Zärtlichkeit, Akzeptanz, Vertrauen. Solidarität, Verantwortungsgefühl und so weiter. Die Mitnahme des Hundes in den Unterricht vermittelt den Kindern außerdem das wohltuende Gefühl, daß in meinen Religionsstunden nicht nur geistige Leistungen, sondern auch die Bildung des Herzens gefragt sind und sie selbst sich in unterschiedlichster Weise in den Unterricht einbringen können. Ein Hund fragt nicht nach Noten, Schultyp, Herkunft oder Besitz. Einzig der Mensch und sein momentanes Verhalten zählen- ohne Vorbehalte, was war oder sein wird. Ein Hund sieht nur mit dem Herzen gut,- und ein bisschen davon dürfen wir auch bei uns wiederentdecken.

 Natürlich wünsche ich mir, daß viele von Ihnen meine Idee teilen, Schöpfungsverbundenheit zu leben und vielen Kindern den Kontakt zum Tier zu ermöglichen, denn bei Kindern ist die natürliche "Biophilie", das heisst, die Liebe zu allem Lebendigen noch relativ ungetrübt vorhanden und sollte positiv unterstützt werden. Die Kinder zu sorgfältigem Umgang mit der Schöpfung zu ermutigen, ist eines der Ziele des neuen Bildungsplanes, ein weiteres ist es, neue Wege zu begehen, Lerninhalte zu vermitteln, die sich mehr und mehr auf ein soziales Miteinander ausrichten. Es ist gewiss erfreulich, daß der neue Bildungsplan auch verstärkt darauf bedacht ist, ein Kind in seiner Ganzheit als Persönlichkeit wahrzunehmen und den Rahmen von Fähigkeiten und Stärken eines jungen Menschen weiter als bisher zu spannen.Wenn wir von „Lebensraum Schule“ sprechen, gehört dazu, meiner Meinung nach, ein ganzes Geflecht von Beziehungen, und dabei soll auch die Möglichkeit einer Beziehung zum Tier gegeben sein. Für meinen Unterricht verspreche ich mir ausserdem einen gesteigerten Lernerfolg für alle Inhalte des Religionsunterrichtes, denn es ist ein Faktum, dass Wissen leichter vermittelt werden kann, wenn es sich mit emotionalem Erleben verbindet. Wer mehr über Hunde an Schulen erfahren möchte, der wende sich bitte persönlich an mich, ich habe an der Universität Zürich über dieses Gebiet gearbeitet und stelle gerne Informationen zu Verfügung. Übrigens, der Lehrplan Religion wird ohne Abstriche eingehalten und seine Vermittlung ist Ziel des Unterrichtes, der Hund nur eines der Mittel zum Zweck.

Ich freue mich sehr, daß ich bei der Schulleitung mit meinem Hundeprojekt auf offene Ohren gestossen bin und das Vertrauen in meine Arbeit spüren darf. Nun ist es an Ihnen, sich einzulassen auf neue Wege und die Grundschulzeit ihrer Kinder aufgeschlossen zu begleiten. Sollte bei Ihrem Kind eine Allergie gegen Hunde vorliegen, bitte ich Sie mir dies mitzuteilen.

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